Nicht Sichtbar und doch so effizient!

Gerade in Deutschland ist das Wasser eins der kontrolliertesten und reguliertesten Nahrungsmittel im Land. Trotzdem sollte man darauf nicht zu fest vertrauen. Das Wasser hat vom Wasserwerk bis zum heimischen Wasserhahn einen langen Weg vor sich. Dabei durchläuft es verschiedene Leitungen. Es können sich dabei Schmutzpartikel von Rohren lösen (wie Sand, Rost oder Metallrückstände). Durch ein Wasserfiltersystem werden diese optimalerweise vor Verbrauch herausgefiltert.

Funktion eines Wasserfilters

Hauptsächlich sorgt die Vorrichtung für eine Verbesserung der Wasserbeschaffenheit. Sie schützt vor Dreckpartikel, Trübstoffen (Mikroorganismen) oder unerwünschten wasserlöslichen Substanzen im Wasser. Dabei werden kleinste Teilchen entfernt und die Konzentration an schädlichen Stoffen im Wasser minimiert.

Gesetzliche Vorschriften

Die DIN-Normen schreiben seit 2012 ein Hauswasserfilter für Neubauten mit Metallrohren vor. Anders ist es bei Kunststoffrohren. Hierfür wird nur eine Empfehlung ausgesprochen. Außerdem muss die Anbringung eines Wasserfiltersystems durch einen Fachmann erfolgen. Ansonsten kann bei falscher Installation des Filters der Wasserkreislauf gestört werden. Daraus können schwerwiegende Probleme der Wasserqualität resultieren.

Was ist die DIN-Norm?

Die DIN-Norm (Deutsches Institut für Normung) ist ein Institut in Berlin, was vereinheitliche Standards für Produkte und Verfahren festlegt. Wie z. B. Qualität, Mindestleistungen, Maße etc. festgelegt.

Unterschiede

Produkte können sich zwischen physikalisch, mechanisch und chemisch-physikalischen Effekten voneinander unterscheiden.

Wasserfiltersysteme mit Rückspülventil können sich zudem problemlos selber reinigen. Haushaltsfilter ohne Rückspülventile müssen allerdings nach einer gewissen Zeit (alle sechs Monate) ausgetauscht werden. Sie stellen ein Verbrauchsprodukt da. Bei Rückspülsystemen wird für kurze Zeit die Fließrichtung umgedreht, wodurch der Filter gereinigt wird.

Aufbau eines Wasserfiltergerätes

Der Wasserfilter genannt auch „Filterkerze“, wird direkt hinter dem Wasserzähler eingebaut. Um sie herum befindet sich eine Abdeckung, die Filtertasse. Darin sammelt sich der Schmutz. Die Filtertassen bestehen aus einem transparenten Kunststoff oder einem kleinen Fenster, wo man den Schmutz durch sehen kann. Dies ist wichtig, um zu kontrollieren, wann der Filter ausgewechselt werden muss.

In einigen Fällen kann die Filtertasse auch bläulich sein. Durch die blau-graue Einfärbung wird vor direkter UV-Einstrahlung geschützt und minimiert das Risiko von Algenbildung.

Die richtige Kaufentscheidung/ Kosten

Eine einfache Filterkerze kostet ca. 130 -180€. Wichtig ist, auf die Verarbeitung und das Material zu achten. Ein qualitativ hochwertiges Wasserfiltergerät sollte zudem gut zu reinigen sein. Außerdem sollte vor Kauf die richtige Anschlussgröße ermittelt werden.

Die Marken SYR, JUDO und Purway konnten bei einem Preis-Leistungs-Test am besten abschneiden. Der Purway unterscheidet sich klar von den anderen Hauswasserfiltern. Sie verfügt über eine zusätzliche Filtereinheit. Durch den Aktivkohleblockfilter werden kleinste Teilchen herausgefiltert.
Sie muss jedoch regelmäßig ausgetauscht werden.

Vorteile

Durch einen Kerzenfilter werden Haushaltsgeräte wie Wasserkocher, Kaffeemaschine, Heizungsanlage, Duschköpfe etc. geschützt. Ansonsten kann es zur Korrosion kommen, wodurch Leitungen zerfressen werden oder Rohrbrüche entstehen.

Nachteil

Bei Schwierigkeiten kann ein Eingriff ins Trinkwassersystem nur durch einen Fachmann erfolgen. Auch bei Wartungsarbeiten fällt die Zuständigkeit auf einen Fachmann zurück. Es ist wichtig, die Wartungstermine einzuhalten, da sich sonst Keime und Bakterien bilden können.

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